Tinnitus: Fundierte Behandlung & Beratung im Herzen Münchens

Knapp drei Millionen Deutschen leiden unter Ohrgeräuschen wie Pfeifen, Rauschen oder Klingeln – und etwa die Hälfte fühlt sich im Alltag sehr stark beeinträchtigt. Doch für Betroffene ist wichtig zu wissen, dass sie ihrem Tinnitus nicht ausgeliefert sind – eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität ist oftmals möglich! Prof. Dr. Dr. Wustrow hat jahrzehntelange Erfahrung mit Patienten wie Ihnen und ist als Otoneurologe auf Erkrankungen spezialisiert, die das Hörsystem und das Nervensystem gleichermaßen betreffen. Gerne behandelt er Ihren Tinnitus in seiner Münchner HNO-Gemeinschaftspraxis.

Was ist Tinnitus? Symptome im Check

Tinnitus bezeichnet die Wahrnehmung von Geräuschen ohne äußere Schallquelle. Betroffene hören Pfeifen, Rauschen, Klingeln oder Summen – mal leise, mal sehr laut.

Mediziner unterscheiden zwischen subjektivem und objektivem Tinnitus. Beim subjektiven Tinnitus, der über 99 Prozent aller Fälle ausmacht, kann nur der Betroffene selbst das Geräusch hören. Der objektive Tinnitus ist selten. Hier lässt sich die Schallquelle im Körper tatsächlich finden, etwa bei Gefäß- oder Muskelgeräuschen.

Hält das Geräusch länger als drei Monate an, sprechen Fachärzte von chronischem Tinnitus. Dabei handelt es sich um ein hochkomplexes Geschehen. Es kommt zu einer fehlerhaften Bildung oder Verarbeitung von Informationen im Hörsystem, wodurch unerwünschte Aktivierungsprozesse ausgelöst werden, die zur Entstehung und Aufrechterhaltung der Ohrgeräusche beitragen.

Ohrgeräusche treten häufig gemeinsam mit anderen Hörstörungen auf. Dazu zählen sowohl eine Schwerhörigkeit als auch eine erhöhte Geräuschempfindlichkeit (Hyperakusis). Diese Begleiterscheinungen können die Belastung durch den Tinnitus zusätzlich verstärken.

Person mit Tinnitus.
Frau hat Schmerzen am Ohr.

Ursachen von Tinnitus

Tinnitus kann viele verschiedene Ursachen haben. Häufig entsteht er durch starke oder wiederholte Lärmbelastung, die die Sinneszellen im Innenohr schädigt. Auch ein akustisches Trauma, etwa durch einen Schuss oder eine Explosion, kann Ohrgeräusche auslösen.

 

Weitere mögliche Ursachen sind:

  • Ohrenschmalzpfropf
  • chronische Mittelohrentzündung
  • Trommelfellverletzung
  • Otosklerose
  • Menière-Krankheit
  • Beschwerden am Kiefergelenk, an der Kaumuskulatur oder der Halswirbelsäule
  • bestimmte Medikamente in hoher Dosierung
  • Vestibularis-Neurinom

 

In vielen Fällen lässt sich jedoch keine eindeutige Ursache feststellen. Dann spricht man von einem primären oder idiopathischen Tinnitus.

Diagnostik bei Tinnitus

Eine sorgfältige Diagnostik ist die Grundlage jeder Tinnitus-Therapie. Nur so lassen sich Ursache, Belastung und Schweregrad genau einordnen. Möglich sind zum Beispiel folgende Untersuchungen in unserer Münchner HNO-Gemeinschaftspraxis:

 

  • Ohrmikroskopie zur Untersuchung des Trommelfells
  • Tonaudiometrie zur Messung Ihres Hörvermögens
  • Messung der Schallantworten des Innenohrs zur Prüfung der feinen Haarzellen in der Hörschnecke
  • Messung der elektrischen Reaktionen der Hörbahn auf akustische Reize
  • Bei Bedarf: Blutdruckmessung, HWS-Untersuchung oder Überweisung an weitere Fachdisziplinen


Gut zu wissen: Akuter Tinnitus ist kein Notfall, aber ein sogenannter Eilfall. In etwa 50 Prozent der Fälle normalisiert sich das Gehör innerhalb von Minuten, Stunden oder ein bis zwei Tagen von selbst. Hält die Hörminderung darüber hinaus an, sollten Sie bei einem Termin ärztlich abklären lassen, was die Ursache ist.

Untersuchung im Ohr.

Tinnitus-Behandlung in unserer Münchner Privatpraxis

Es gibt nicht die eine Tinnitus-Behandlung. Wir stimmen die Therapie individuell auf Ursache, Dauer und Belastung Ihres Tinnitus ab. Als Grundlage jeder Behandlung gilt laut Leitlinie das ausführliche Counselling. Ergänzend kombinieren wir bei Bedarf weitere Verfahren, um Sie bestmöglich zu versorgen.

 

Tinnitus-Beratung in München 

Wir erklären Ihnen, wie Tinnitus entsteht und wie das Gehirn lernt, das Geräusch weniger stark wahrzunehmen. Ziel ist ein besserer Umgang mit dem Ohrgeräusch. Viele Patienten empfinden bereits nach dieser ausführlichen Beratung eine spürbare Entlastung, da die Ohrgeräusche dann nicht mehr so ins Gewicht fallen. Die Wirksamkeit dieses Ansatzes ist wissenschaftlich belegt. 

 

Was hilft kurzfristig?

Diese einfachen Maßnahmen können die Wahrnehmung der Ohrgeräusche im Alltag lindern:

 

  • Entspannung ist jetzt das Wichtigste: Beruflichen wie privaten Stress sollten gezielt reduziert werden, etwa durch Atemübungen.
  • Stille vermeiden: Leise Hintergrundgeräusche (Radio, Naturklänge) überdecken den Tinnitus.
  • Ruhe bewahren: Aufregung und Angst verstärken die Wahrnehmung der Ohrgeräusche und können einen Teufelskreis anstoßen.
  • Auf ausreichend Schlaf achten!
  • Lärm und laute Musik via Kopfhörer besser meiden!

 

Diese Maßnahmen ersetzen natürlich keine ärztliche Tinnitus-Therapie, aber sie können für ein wenig Erleichterung sorgen.

Bei einem akuten Tinnitus kann eine medikamentöse Infusionstherapie zum Einsatz kommen, um die Sauerstoffversorgung im Ohr zu verbessern und die Regeneration der geschädigten Haarzellen im Innenohr angestoßen. Liegt dem Tinnitus eine entzündliche Ursache zugrunde, können kortisonhaltige Infusionen die Behandlung unterstützen.

Beginnt die Behandlung zeitnah nach dem ersten Auftreten der Ohrgeräusche, können sich die Heilungschancen um rund 20 Prozent verbessern. 

Wichtig: Für chronischen Tinnitus, der länger als drei Monate besteht, sieht die S3-Leitlinie explizit keinen Nutzen für Medikamente wie Kortison vor. Wir setzen Medikamente daher gezielt und nur bei entsprechender Indikation ein.

Eine vollständige Heilung des chronischen Tinnitus ist meist nicht möglich – die Beschwerden lassen sich jedoch in vielen Fällen deutlich lindern. Umso wichtiger ist es, Strategien zu erlernen, um gut mit dem Tinnitus leben zu können. Die Verhaltenstherapie setzt nicht direkt am Tinnitusgeräusch an, sondern daran, wie Sie den Tinnitus wahrnehmen und mit ihm umgehen. Sie lernen, die Aufmerksamkeit vom Tinnitus wegzulenken und die Belastung Schritt für Schritt zu senken. Auch der durch den Tinnitus entstandene Stress und mögliche körperliche Begleitbeschwerden wie Schlafstörungen oder Kopfschmerzen können behandelt werden.

Auf Grundlage aktueller Forschungsergebnisse aus deutschen, britischen und US-amerikanischen Forschungseinrichtungen empfehlen wir ein strukturiertes Therapieprogramm mit fünf bis 15 Therapieeinheiten. Das Programm orientiert sich an den aktuellen nationalen Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde sowie den Empfehlungen weiterer medizinischer Fachgesellschaften und soll die Behandlung gezielt unterstützen.

Musiktherapie kann die Hörwahrnehmung schulen und wird von manchen Betroffenen als angenehm empfunden. Die Wirksamkeit ist jedoch wissenschaftlich nicht belegt. Die sogenannte Notch-Musik, bei der die Tinnitus-Frequenz herausgefiltert wird, zeigt zudem keine bessere Wirkung als normale Musik.

Lichttherapie kann das allgemeine Wohlbefinden unterstützen, zum Beispiel bei einer begleitenden Winterdepression. Dabei wird UV-freies Licht mit einem hohen Anteil im blauen Spektralbereich eingesetzt. Das Licht wird von lichtempfindlichen Zellen in der Netzhaut aufgenommen und beeinflusst über die Signalverarbeitung im Gehirn unter anderem den Melatonin-Haushalt und den Schlaf-Wach-Rhythmus. Dadurch kann eine Lichttherapie insbesondere bei saisonal auftretenden depressiven Verstimmungen dazu beitragen, den gestörten Schlaf-Wach-Rhythmus zu regulieren und die Beschwerden zu lindern.

Allerdings gilt auch: Den Tinnitus direkt kann Licht wohl nicht lindern, jedenfalls gibt es dafür bislang keine wissenschaftlichen Belege.

Ob Akupunktur bei chronischem Tinnitus hilft, lässt sich derzeit nicht zuverlässig beurteilen. Die Datenerhebung ist laut einer Studie unter anderem daher schwierig, weil sich Akupunkturbehandlungen je nach Anwender stark unterscheiden. Wir haben in unserer Praxis allerdings gute Erfahrungen damit gemacht. Bei einigen Patienten verringert die Behandlung die Intensität des Tinnitus, so dass die Betroffenen besser damit umgehen können. 

Auch bei Begleitbeschwerden wie Verspannungen im Nacken- oder Kieferbereich, die den Tinnitus oft verstärken, können mit Akupunktur,  Physiotherapie und ggf. Osteopathie gelindert werden.

Tinnitus in München behandeln lassen: Unsere HNO-Fachärzte sind für Sie da!

Unsere HNO-Gemeinschaftspraxis steht seit ihrer Gründung 1958 für Medizin auf Universitätsniveau. Wir sind weltweit sehr gut vernetzt und behandeln Sie auf dem Niveau internationaler Spitzenmedizin.

Prof. Dr. med. Dr. med. habil. Thomas P. U. Wustrow

Prof. Dr. Dr. Wustrow verfügt über eine Zusatz Zertifizierung des HNO-Berufsverbands für Otoneurologie – den Bereich, der Schwindel und Tinnitus umfasst. Für sein Lebenswerk wurde er von Ministerpräsident Markus Söder mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet.

Dr. Krause.

Prof. Dr. med. Eike Krause

Prof. Dr. Krause war viele Jahre stellvertretender Klinikdirektor der HNO-Universitätsklinik München und Mitbegründer des Deutschen Schwindel- und Gleichgewichtszentrums. Sein Schwerpunkt liegt auf der Neurootologie – der Diagnostik von Hör-, Gleichgewichts- und Tinnitus-Erkrankungen.

Portrait Frau Dr. Leuze

Frau Dr. med. Nicola Leuze

Dr. Leuze ergänzt das Team mit ihrer Facharztausbildung an der HNO-Klinik der LMU München und ihrer besonderen Erfahrung in der Kinder-HNO.

Sie suchen einen Spezialisten für Tinnitus in München? Gerne sind wir für Sie da! Sie finden unsere Privatpraxis zentral in der Innenstadt Münchens, ganz in der Nähe von Stachus, Marienplatz und Odeonsplatz.

Telefonische Termine unter 089 – 28 41 55
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Unsere Sprechzeiten
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Freitag 9.00 Uhr bis 13.00 Uhr
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Was unsere Patienten über uns sagen

Häufige Fragen: Was hilft bei Tinnitus?

Tinnitus, der erst kurze Zeit besteht, klingt häufig von selbst wieder ab. Auch bei frühzeitiger Behandlung sind die Heilungschancen gut. Chronischer Tinnitus, der länger als drei Monate anhält, lässt sich nach aktuellem Stand der Medizin nicht vollständig heilen. Mit der richtigen Therapie lässt sich die Lebensqualität aber oftmals deutlich steigern.

Ein Hörsturz ist ein plötzlicher, meist einseitiger Hörverlust ohne Ursache und gilt als medizinischer Notfall. Tinnitus ist ein Ohrgeräusch ohne äußere Schallquellen. Beide können gemeinsam auftreten: Häufig ist Tinnitus ein Begleitsymptom eines Hörsturzes, kann aber auch unabhängig davon entstehen.

In der nächtlichen Stille fehlt die gewohnte Geräuschkulisse, die den Tinnitus tagsüber überdeckt. Direkt nach dem Aufwachen richtet sich die Aufmerksamkeit zudem oft besonders stark auf das Ohrgeräusch. Beides zusammen lässt den Tinnitus morgens lauter erscheinen, auch wenn er sich objektiv nicht verändert hat. Es kann auch durch nächtliche Verspannungen verursacht werden.

Tinnitus selbst ist meist nicht gefährlich, kann aber auf eine ernstzunehmende Ursache hinweisen. Suchen Sie zeitnah unsere HNO-Praxis auf, wenn der Tinnitus plötzlich auftritt, nur auf einem Ohr besteht, mit Hörverlust oder Schwindel einhergeht oder länger als einige Tage anhält.

Tinnitus selbst ist in der Regel kein medizinischer Notfall. Treten die Ohrgeräusche jedoch plötzlich zusammen mit einem starken oder einseitigen Hörverlust, ausgeprägtem Schwindel oder neurologischen Symptomen wie Lähmungen, Sprach- oder Sehstörungen auf, sollten Sie sofort medizinische Hilfe in Anspruch nehmen.

Tinnitus selbst löst keinen Schlaganfall aus. In seltenen Fällen kann ein pulssynchroner, also im Herzrhythmus pulsierender Tinnitus, auf eine Durchblutungsstörung hinweisen, die weiter abgeklärt werden sollte. Treten zusätzlich Sehstörungen, Sprachstörungen, Lähmungserscheinungen oder starker Schwindel auf, rufen Sie umgehend den Notruf 112.

Erster Ansprechpartner bei Tinnitus ist der HNO-Facharzt. Wir untersuchen Ihr Gehör, grenzen organische Ursachen ab und leiten bei Bedarf an weitere Fachdisziplinen wie Neurologie, Zahnmedizin oder Psychotherapie weiter. Steht die Diagnose, behandeln wir den Tinnitus natürlich fachgemäß und entlang Ihrer individuellen Beschwerden.

In besten Händen

Karte Standort HNO Wittelsbacherplatz.